Das Leben im Kinderdorf

Wie leben die Kinder in den Kinderdörfern?

WasserspieleAlle Kinder und Jugendlichen, die in einer unserer Einrichtungen untergebracht sind, leben in Gruppen zwischen 5 und 10 Personen in Wohngemeinschaften. Gemeinsam mit mehreren ausgebildeten Sozialpädagogen verbringen sie dort ihre Kindheit und Jugend. Sie essen gemeinsam, leben gemeinsam, lernen aufeinander Rücksicht zunehmen und erfahren was es bedeutet, ein zu Hause zu haben.

Die Kinderdorfkinder besuchen alle Kindergärten und Schulen – abgestimmt auf ihre jeweiligen persönlichen Bedürfnisse und Interessen – und absolvieren eine Berufsausbildung in Form einer Lehre oder einer weiterführenden Schule. Bei der Entscheidung über die Berufswahl werden die Kinder von unseren Sozialpädagogen unterstützt und begleitet. Stolz sind wir natürlich immer, wenn einige unserer Kinderdorfkinder erfolgreich ein Studium abschließen können. Obwohl die Finanzierung für spezielle Ausbildungsbereiche nicht gesichert ist, versuchen wir den Kindern und Jugendlichen das Erlernen ihres Wunschberufes zu ermöglichen.

Neben diesen elementaren Dingen, bekommen alle unsere Kinder auch auf sie abgestimmte Therapien – Psychotherapie, Reittherapie bzw. tiergestützte Pädagogik, Kunsttherapie (Mal- & Musiktherapie). Diese sind wichtig, um die erlebten Tragödien gut verarbeiten zu können und die Benachteiligung im Bereich der Sozialisationsbedingungen aufzuarbeiten.

Ein besonderes Angebot, auf das wir auch sehr stolz sind, sind die Startwohnungen. Nachdem im Alter von 14 Jahren entschieden werden kann, ob der jeweilige Jugendliche in ein Jugendhaus übersiedelt (Einrichtung im Kinderdorf, in der bereits ein bisschen mehr Selbstständigkeit erforderlich ist, speziell für Jugendliche), besteht im Alter von 18 Jahren auch die Möglichkeit in eine der Startwohnungen einzuziehen. Gemeinsam mit ein oder zwei anderen Jugendlichen erlernen die jungen Erwachsenen dort das alleine leben und werden dennoch von den Sozialpädagogen des Kinderdorfes mitbetreut.