Elternarbeit – Anspruch und Wirklichkeit

Workshop-Tage mit Frau Dr. Marie-Luise Conen

Die Gesellschaft Österreichischer Kinderdörfer lud im Oktober 2018 in den Räumlichkeiten des Zentrums für Kind und Familie zu zwei Workshops ein, die sich mit Elternarbeit im Kontext von Fremdunterbringung eingehend beschäftigten.

Die Vortragende Frau Dr.in Marie-Luise Conen, die auch den Festvortrag zum 60jährigen Jubiläum der GÖK in der Wiener Stadthalle hielt, bringt langjährige Erfahrung und Expertise im Bereich der Elternarbeit im Kontext von Fremdunterbringung mit. Als Systemische Familientherapeutin und Autorin zahlreicher Fachbücher zum Thema, gilt Frau Dr.in Conen als Expertin auf diesem Gebiet.

Eine wichtige Basis für eine gute Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen in der Institution besteht darin, Eltern als Bündnispartner zu verstehen und als solche zu gewinnen. Wenn Eltern eine positive Haltung der Einrichtung gegenüber entwickeln können, fällt es den Kindern leichter, sich auf die Betreuung in der Fremdunterbringung einzulassen. Eine gelingende Kooperation zwischen Eltern und Institution ist das vorrangige Ziel in der Elternarbeit im Kontext von Fremdunterbringung. Dr.in Marie-Luise Conen betonte die Wichtigkeit, Eltern in den Alltag ihrer Kinder einzubinden, auch wenn diese in einer Institution leben. Das Band zwischen Eltern und Kindern ist ein sehr starkes und soll für die sozialpädagogische Arbeit genutzt werden.

Die Referentin setzte in den Workshops auf eine Mischung aus Theorie und Praxis. Dadurch ist es gelungen, theoretische Konzepte mit Beispielen aus der Praxis der täglichen sozialpädagogischen Arbeit zu verknüpfen.

Besonders freut es uns, dass an den beiden Seminartagen neben MitarbeiterInnen vom Standort Pöttsching auch KollegInnen vom Anton-Afritsch Kinderdorf in der Steiermark teilnehmen konnten.

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