Festvortrag mit Dr. Marie-Luise Conen in der Wiener Stadthalle

Seit nunmehr 60 Jahren betreut die Gesellschaft Österreichischer Kinderdörfer Kinder und Jugendliche, die aus verschiedensten Gründen nicht bei ihren Eltern leben können. Diese Kinder in ihrer Entwicklung bestmöglich zu unterstützen haben wir uns als Aufgabe gesetzt. Dabei ist es wichtig auf dem Gebiet der Pädagogik am Puls der Zeit zu sein und Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung in die tägliche Arbeit einfließen zu lassen.

Elternarbeit ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal in der Arbeit mit fremduntergebrachten Kindern geworden. Die Fachwelt ist sich darüber einig, wie bedeutend das Herkunftssystem für die Kinder und Jugendlichen in einer Fremdunterbringung ist. Eltern sind und bleiben – auch wenn sie nicht mit ihren Kindern leben können – wichtige Bezugspersonen. Im Sinne einer positiven Identitätsentwicklung der Kinder und Jugendlichen gilt es die Kontakte zu den Eltern zu ermöglichen und zu fördern.

Beim Festvortrag am 16.10.2018 in der Wiener Stadthalle anlässlich des 60jährigen Jubiläums der Gesellschaft Österreichischer Kinderdörfer wollten wir uns dem Thema ‚Elternarbeit‘ verstärkt widmen.

Die Referentin, Frau Dr.in Marie-Luise Conen, bringt langjährige Erfahrung im Bereich der Elternarbeit im Kontext von Fremdunterbringung mit. Als Pädagogin, Psychologin und Psychotherapeutin sowie Autorin zahlreicher Fachbücher zum Thema, gilt sie als ausgewiesene Expertin auf diesem Gebiet.

Frau Ernestine Graßberger eröffnete als Vizepräsidentin der Gesellschaft Österreichischer Kinderdörfer die Veranstaltung und dankte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre tägliche Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen. Einen besonderen Dank sprach sie dem Präsidenten Herrn Prof. KR Erik Hanke aus, der seit Jahrzehnten unermüdlich als Präsident der GÖK vorsteht und dafür sorgt, dass die erfolgreiche Arbeit weiter fortbesteht.

Auch GR Christian Oxonitsch sprach einleitende Worte und betonte die Bedeutung der Gesellschaft Österreichischer Kinderdörfer in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen.

Frau Dr.in Conen unterstrich in ihrem Vortrag die Wichtigkeit, Eltern als Bündnispartner für die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen zu gewinnen. Gelingt es einer Einrichtung, das Herkunftssystem mit ins Boot zu holen, können sich die Kinder besser auf die Betreuung in der Fremdunterbringung einlassen. Ziel einer Elternarbeit soll stets die Kooperation zwischen den Eltern und der Einrichtung sein. Für eine positive Entwicklung des Kindes braucht es neben der professionellen pädagogischen Arbeit in der Einrichtung auch eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern.

Zahlreiche Fachkräfte aus unterschiedlichen Institutionen in Wien und aus den umliegenden Bundesländern folgten der Einladung zum Festvortrag und nutzten den anschließenden Sektempfang zum Austausch.

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